Im Jahr 1874 wurde eine Konzession für einen Fährbetrieb zwischen der Anlegestelle Wyhlen «Am Schacht» und dem Solbad in Pratteln erteilt. Die Konzession war auf das Salzwerk Wyhlen und die Salinendirektion Schweizerhalle ausgestellt und zeigt damit das wirtschaftliche Interesse für eine solche Verkehrsverbindung. Auch hier erfolgte mit dem Ausbruch des Erten Weltkrieges ein Unterbruch, welcher bis 1928 dauerte. Schon vier Jahre später wurde die Verbindung wieder eingestellt. In den 1950er-Jahren war das Bedürfnis für eine neue Verbindung für Grenzgänger, welche v.a. in Schweizerhalle arbeiteten, erneut vorhanden. In der Zwischenzeit wurde der Rhein jedoch durch den Bau des Kraftwerks Birsfelden aufgestaut und die Strömung verlor die Kraft eine Drahtseilfähre in Bewegung zu setzten. Deshalb wurde die oben beschriebene Motorfähre 1957 in Betrieb genommen.
Die Nachkommen der Fährenbetreiberfamilie Weisskopf waren Ernst und Emil Weisskopf, dessen Sohn Heinz Weisskopf sowie Otto und Peter Seiler. Das Fährhaus wurde zuletzt von Fritz Seiler bewohnt. Sein Bruder Otto bewirtschaftet den Galgen. Quelle: Ruedi Bürgin, Muttenz.
Altlastensanierung Rheinlehne
Zwischen 1862 und 1908 produzierte die Chemiefabrik F. Petersen & Sichler an der Rheinlehne bei Basel den intensiv roten Farbstoff Fuchsin, für dessen Herstellung Anilinöl mit Arsensäure gemischt und erhitzt wurde. Wegen des sorglosen Umgangs mit diesen Giftstoffen ist der Untergrund des Standorts heute mit 170 Tonnen Arsen stark belastet. Als um 1950 alte Gebäude abgebrochen und durch neue ersetzt wurden, ebnete man mit dem Bauschutt einen Hang aus. Dabei wurde die gefährliche Hinterlassenschaft der früheren Betriebe über eine Fläche von 30'000 Quadratmeter verteilt. 2026 beginnen die Sanierungsarbeiten. Quelle: https://www.bafu.admin.ch/de/areal-rheinlehne-pratteln-bl
