Das ehemalige Bauernhaus Burggasse 19 steht als letztes Haus dieser Gassenseite zuoberst in der Burggasse freistehend und von der Strasse leicht abgedreht. Es besteht aus einem niedrigen Wohnteil und einem relativ hohen Oekonomieteil. Der nur eingeschossige Wohnteil besitzt ein dreiteiliges Fenster und ein Fensterchen neben der Eingangstüre. Der Wohnteil wird von einem steilen Satteldach bedeckt, auf dessen Vorderseite zwei giebelige Dachgauben sitzen. Der hohe Oekonomieteil besteht aus dem rundbogigen Scheunentor mit der Inschrift 1777 LM im Torbogen und dem Stallteil. Aus der Jahreszahl kann man schliessen, dass das Haus damals erbaut wurde. Auf der Rückseite und auf der Talseite sind später noch verschiedene Holzschöpfe angebaut worden.

Das interessante Kleinbauernhaus ist 1983 zu zwei Wohnungen umgebaut und restauriert worden. Eine Wohnung befindet sich im ehemaligen Wohnteil, die zweite im ehemaligen Oekonomiegebäude.

Das Kleinbauernhaus zeigt einige typische Merkmale des Muttenzer Bauernhauses. Der Wohnteil bleibt relativ klein. Ausnahmsweise besitzt er hier einen eigenen Wohneingang. Das dreiteilige Fenster erinnert noch an gotische Reihenfenster, obschon es aus dem 18. Jahrhundert stammt. Auch die Oekonomie mit dem rundbogigen Scheunentor ist der Tradition der Muttenzer Bauernhäuser verpflichtet, da es im Vergleich mit dem Wohnteil relativ gross ist.

Quelle: Kantonales Inventar der geschützten Kulturdenkmäle, BL

Burggasse 19
Parzellenplan von Siegfried 1830-40 mit damaliger Hausnummerierung
Museen Muttenz
Übersichtsplan Sektion A, 1918, Ausschnitt
Bauverwaltung Muttenz

 

1940
Museen Muttenz, CC BY-SA 4.0
1969
Bild Hans Bandli, Museen Muttenz, CC BY-SA 4.0
 
1980-er Jahre
Bild: André Muelhaupt, Museen Muttenz, CC BY-SA 4.0
 
1983 Einbau einer zweiten Wohnung in den ehemaligen Ökonomieteil.
Museen Muttenz, CC BY-SA 4.0
2022
Foto: Hanspeter Meier