| Aussiedlung von der Burggasse auf den Geispel | Blick auf den Geispelhof im Dezember 2025 Foto: Graziella Tecl |
| Baselgasse 26 um 1930, Elise Brunner-Meyer, Johann Brunner (unter Haustüre), Jakob Brunner J. auf Pferd, Jakob Brunner-Meyer Foto: Barbara Brunner |
Foto: Barbara Brunner |
Der Bauernhof wurde 1924 von Fritz Brunner-Grollimund Sen. auf einem Teil des ursprünglichen Landes von
Baselgasse 26 gebaut.
Gemäss Dorfkernuntersuchung stammen die beiden Gebäude aus dem 17. Jh. (vor 1678). Sie sind beide im
Plan von G.F. Meyer, 1678 eingezeichnet.
| Häuser Nr. 10 und 12 auf dem Karte Staatsarchiv Baselland |
Ausschnitt |
Am Giebelspitz des Wohnhauses an der Südseite hinten steht am Fenstersturz:
«17 H S. 48» (Hans Schneider)
Der ursprüngliche Hof gehörte 1911 dem Zimmernigge (Leupin). Er umfasste 21 ha Land inkl. 30 a Wald.
Es wurde Milchwirtschaft, Acker- und Obstbau betrieben.
Es wurden 13 Kühe, 4 Stück Jungvieh, 10 Pensionspferde gehalten (1995).
Der Hof wurde dann 1970 durch Hans Schäfer-Fankhauser an die Saline Schweizerhalle verkauft. Diese baute neben dem alten Hof den neuen Paradieshof.
Foto: Umfrage über die Landwirtschaftsbetriebe in Muttenz von 1994, Museen Muttenz
Der Weiherhof war von 1943 bis 1973 im Besitz von Daniel Gerber.
Weiterlesen: Weiherhof, Wolfenseestrasse 24
Der Hof wurde ab 1880 von Jakob Liechti-Ummel bewirtschaftet. In dieser Zeit stand die klassische Landwirtschaft im Zentrum: Milchwirtschaft, Ackerbau und Obstbau prägten den Alltag. Nach seinem Tod im Jahr 1931 übernahmen seine Geschwister Liechti – darunter die Mutter – den Betrieb als Pächter. Eigentümer des Hofs waren damals die Burkhardt-Häusler Erben aus Basel.
Der Sulzhof soll 1779 gebaut worden sein. Er gehörte ursprünglich Jakob Häfeli-Schmid, der den Hof 1972 den Rheinsalinen verkaufte. Ab 1972 war J. Häfeli und später sein Sohn A. Häfeli Pächter.
Nach dem Verkauf wurde der Hof abgerissen und durch einen Neubau (1974/75) ersetzt.
Die Brüder von Ruedi Kohler (
Weiherhof), Beat und Heinz Kohler, haben der Salinen den Hof abgekauft.
Bis in die frühen 1950er-Jahre bewirtschaftete die Familie Wüthrich den Hof, zuerst Julius Wüthrich-Meier, später F. Wüthrich-Senn und schliesslich Fritz Wüthrich-Ifer. Es war ein kleiner Betrieb, wie er für Muttenz typisch war: rund fünf Hektaren Wiesen und Weiden, einige Kühe und Rinder. Man lieferte Milch an lokale Sammelstellen, lebte von Ackerbau, Futterpflanzen und ein Stück weit von der eigenen Handarbeit. Schon 1909 brannte die Rösslischeune ab und wurde wieder aufgebaut.
Aus der Maturaarbeit von Jesse Schröer
Der Autor untersuchte 2025 die aktuelle Tiefe des Rothallenweihers mittels Echolot.
Messung
«Die Vermessung folgte dem bereits erprobten 1×1m-Raster. Zwei Teammitglieder positionierten sich an gegenüberliegenden Ufern; die metermarkierten Schnüre wurden straff gespannt, das Echolot mittig befestigt. Entlang der ersten Transekten (y-Richtung) wurde das Gerät in präzisen 1m-Schritten geführt: Auf Kommando zog die eine Seite bis zur nächsten Markierung ein, während die Gegenseite synchron ablaufen liess. An jeder vollen Marke erfolgte die Tiefenablesung. Das dritte Teammitglied übernahm die Protokollierung in eine Tabelle nach „Schiffe-versenken“-Logik (Spalten A, B, C, ... als x, Zeilen 1,2, 3, ... als y); gleichzeitig wurde der Live-Bildschirm des Echolots zur Plausibilitätskontrolle beobachtet. Nach Abschluss einer Linie wurde um exakt 1m seitlich versetzt und die nächste Linie in Gegenrichtung gemessen. Durch dieses alternierende „Hin-und-her“-Vorgehen blieb die
Rüstzeit minimal, und die Schnüre behielten eine gleichmässige Spannung. Bereits nach wenigen Linien stellte sich ein konstanter Arbeitsrhythmus ein (Ansage — Stopp — Notieren — Weiter). »
Weiterlesen: Rothallenweiher
| Lage des Bauernhofes Zeitreise swisstopo, 1970 |
1996 Foto: Umfrage Landwirtschaftsbetriebe 1994, Museen Muttenz |
Weiterlesen: Verschwundenes Bauernhaus: Weiherstrasse 35
In früheren Zeiten wurde das Wasser für den Haushalt an den
Dorfbrunnen geholt, wo auch das Vieh getränkt wurde. Es gibt auch einige wenige
Sodbrunnen bzw. Ziehbrunnen, aus welchen Grundwasser in Eimern heraufgezogen wurde. Die Dorfbrunnen wurden durch Quellwasser versorgt, das durch Teuchel bzw. Dünchel namentlich aus den Fluren Engleten (Engental), Brunnrain, Geispel und Fulenbach hergeleitet wurde.
Ab 1872 wurden die hölzerne Wasserleitungen durch gusseiserne Röhren ersetzt.
Engleten/Engental
Im Eglin schreibt im
Grabungsbericht von 1938 über das Kloster Engental:
«Einige Meter östlich des Klosters liegt die alte Brunnleitung, die heute noch mehrere öffentliche Brunnen im Dorfe speist. Gemäss einer ausführlichen Urkunde wurde sie im Jahre 1515 erstellt und vereinbart, dass ein Drittel des Wassers die Frauen zu Engental zu beanspruchen haben und die übrigen zwei Dritteile dem Dorfe Muttenz zustehen sollen.»
Schon 1687 vermerkt G.F. Meyer ins seiner Karte das «Bronwasser» (roter Pfeil).
| Gesamtansicht Muttenz Wartenberg - Engenthal - Bürs (Doppelblatt), Entwürfe zu den Plänen der Basler Landschaft, 1678 Plan: G. F. Meyer, STABL |
Weiterlesen: Wasserversorgung in früheren Zeiten