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Im Hardwald wurde im Jahr 2021 ein radförmiges Objekt aus gegossener Bronze gefunden. Es hat neun radiale ‹Speichen›, ist mit Öse 10,5 Zentimeter lang und bis auf eine 1,3 Zentimeter hohe ‹Nabe› in der Mitte flach.


Vorder- und Rückseite des spätrömischen Scheibenknebels
Foto: Archäologie Baselland


Es handelt sich um ein Zierelement eines römischen Pferdegeschirrs, lateinisch Phalera genannt. Es diente dazu, die Lederriemen in verschiedene Richtungen zu führen. Die Konstruktion – durchlocht und mit nur einer Öse – erlaubt Rückschlüsse auf seine Verwendung respektive die genaue Lage am Zaumzeug. Anders als die genieteten Phaleren war diese nicht auf einem Lederriemen befestigt. Je eine solche Scheibe befand sich vielmehr beidseits am Mundstück, der Trense des Pferdes, die durch das Loch in der Mitte geführt und von den Phaleren in Position gehalten wurde. Die Öse diente der Befestigung des Backenriemens.

Die Lage des Scheibenknebels am Zaumzeug
Bild: Sarah Schäfer, Aarchäologie Baselland

Wie der Scheibenknebel in unsere Region gelangte, ist unklar. Denkbar ist, dass sie ein hier stationierter römischer Soldat iberischer Herkunft mitbrachte. Vielleicht kam aber auch das Pferd mitsamt Zaumzeug hierher, oder aber das Zaumzeug wurde einzeln importiert.

Aus dem Jahresbericht Archäologie Basel 2021, S. 106-109: Laura Caspers, Weit hergeholt: eine spätrömische Phalera aus Muttenz, Hardwald