ONLINE-HEIMATKUNDE MUTTENZ
Die Glocken der Dorfkirche
 

Die kleinste Glocke ist aus dem Jahre 1841. Sie wurde in Basel gegossen aus einer andern alten Glocke, welche ihrerseits aus zwei Glocken hervorgegangen war.

Die beiden Glocken stammten aus den Muttenzer Klöstern, dem Kloster Engental und Rothaus und waren nach der Aufhebung der Klöster in die Dorfkirche versetzt worden.

Über sie hat Pfarrer Hieronymus Annoni einen Bericht hinterlassen. Dort schreibt er, dass man 1767 aus zwei Glocken eine Glocke gegossen habe, weil die eine nicht laut genug und die andere „übelmögend“ (wohl im Klang nicht zu den andern passend) gewesen waren. Die Inschrift nimmt Bezug auf dieses Zusammengiessen: „Zu klein, gebrechlich und ohne Harmonie / war ich tauglich neben meinen Schwestern nie. / Deshalb ward ich vergrössert, um vereint / hierher zu rufen die christliche Gemeind.“

Dieses sogenannte „Chlenkglöggli“ läutete man früher, wenn es Zeit war sich auf den Weg nach Basel zu machen, damit man noch rechtzeitig vor Torschluss dort ankommen konnte. Es gab ja fast keine andern Uhren im Dorf und in den Häusern, so dass man auf dieses Zeichen angewiesen war. Heute läutet die kleine Glocke eine Viertelstunde vor dem Hauptgeläute für den Gottesdienst und für Beerdigungen. Sie trägt den Ton cis.