ONLINE-HEIMATKUNDE MUTTENZ
Drei Muttenzer Hexen
 

1481 wurde in Muttenz eine Hexe verbrannt: „Die Monenin wurde geschert, gefoltert und nach siebenwöchiger Gefangenschaft im September 1481 in einem fremden Hemd in Muttenz als Hexe verbrannt.“ Sie wurde geschert, weil man nach einem „Teufelsmal“ suchte und in einem neuen Hemd verbrannt, weil man meinte, damit ein zauberisches Wirken der Hexe bannen zu können.

1492 findet sich eine weitere Nachricht einer Hexe aus Muttenz: „Ursel Zymmermennin von Muttenz wurde nach einem vierwöchigen Verfahren vors Hofgericht gestellt und als Hexe lebendig verbrannt. Die Kosten wurden von ihr eingezogen.“ Sie wurde zweimal gebunden das heisst gefesselt, was darauf schliessen lässt, dass sie gefoltert wurde. Die Foltern wurden angewandt, weil man ein Geständnis brauchte, dass sie mit dem Teufel im Bunde sei. Erst mit diesem Geständnis konnte sie als Hexe zum Feuertod verurteilt werden. Die Summe für das Verfahren wurde von ihrem Vermögen abgezogen.

1506 wurde eine Frau als Hexe verdächtigt, aber nicht hingerichtet. Man nahm sie in Muttenz gefangen und brachte sie nach Basel. Eine Woche später heisst es von der Frau von Muttenz „so verlumbdet ist gewesen fur ein hexen“. Es scheint, dass sich die Verleumdung als unwahr herausgestellt hat. Leider wird nichts Genaueres darüber berichtet.